Rechtliche Grundlagen

In der EU ist die biologische Landwirtschaft, die Verarbeitung und der Handel von Biolebensmitteln durch die EU-Basisverordnung Nr. 834/2007 und die Durchführungsverordnung Nr. 889/2008 geregelt. Importe von Bioprodukten aus Drittländern (Nicht-EU-Ländern) werden in der EU-Verordnung Nr. 1235/2008 behandelt.
» Fortgeschriebene Fassungen dieser Verordnungen finden Sie hier.

Einzelne Bereiche werden in der EU-Bioverordnung nicht ausreichend geregelt. In Österreich gilt deshalb ergänzend für einzelne Teilbereiche wie Gastronomie oder Biokosmetika die Richtlinie "Biologische Produktion" des Österreichischen Lebensmittelbuches.

Links zu den die einzelnen Regelungen finden Sie auf einer Internetseite des BMG.
Südtirol spezifische Informationen finden Sie auf der Internetseite des Amtes für Landwirtschaftsdienste.

Zertifizierungspflicht

Nicht nur die Erzeugung biologischer Produkte, sondern auch die Verarbeitung und der Handel mit biologischen Lebensmitteln unterliegen der Kontrollpflicht. Die Nachvollziehbarkeit der Bioherkunft muss in der gesamten Produktions- und Handelskette gegeben sein.

So besteht die Kontrollpflicht für Betriebe, die biologische Produkte erzeugen, aufbereiten, lagern, handeln oder aus Drittländern importieren. Dementsprechend besteht auch für den Lebensmittelgroßhandel die Kontrollpflicht. Ob der Lebensmitteleinzelhandel mit dem Verkauf von Bioprodukten an den Endkonsumenten kontrollpflichtig ist, wurde von der EU-Bioverordnung nicht einheitlich geregelt. Jeder Staat hat das auf Ebene der nationalen Gesetzgebung zu entscheiden.

In Österreich ist der Lebensmitteleinzelhandel von der Kontrollpflicht ausgenommen. In Südtirol ist der Lebensmitteleinzelhandel kontrollpflichtig, wenn Ware offen verkauft wird. Wird nur verpackte und etikettierte Ware im Einzelhandel verkauft, entfällt auch in Südtirol die Kontrollpflicht.