Rechtliche Grundlagen

In Österreich ist der Anbau und die Vermehrung von gentechnisch veränderten Pflanzen verboten. Der Import von gentechnisch veränderten Rohstoffen und die Verwendung von Verarbeitungshilfsstoffen, Aromen, Mikroorganismen etc. ist jedoch möglich.

Die Kennzeichnungspflicht ist in den EU-Verordnungen Nr. 1829/2003 und Nr. 1830/2003 genau geregelt. Sie tritt in Kraft wenn die Produkte selbst gentechnisch veränderte Organismen sind (z. B. Sojabohne, Kartoffel, Maispflanze), solche enthalten (z. B. Käse mit gentechnisch veränderten Kulturen), aus gentechnisch veränderten Pflanzen stammen oder daraus hergestellt sind (z. B. Rapsöl, Sojalecithin – die Kennzeichnungspflicht besteht unabhängig davon, ob die jeweilige gentechnische Veränderung noch nachweisbar ist) oder mit gentechnisch veränderten Organismen produziert werden, sofern sie noch im Lebensmittel vorhanden sind (z. B. Bier aus gentechnisch veränderter Hefe).

Von der Kennzeichnungspflicht nicht betroffen sind Lebensmittel von Tieren, die gentechnisch veränderte Futtermittel erhalten. So ist zum Beispiel Milch von Tieren aus Betrieben mit GVO-Fütterung nicht kennzeichnungspflichtig. Durch die Zertifizierung der Produkte gemäß Österreichischer Codexrichtlinie Richtlinie zur Definition der "Gentechnikfreien Produktion" von Lebensmitteln und deren Kennzeichnung kann die Gentechnikfreiheit jedoch auf allen Ebenen sichergestellt werden. Die Milch und Milchprodukte von gentechnikfrei gefütterten Tieren kann „gentechnikfrei“ ausgelobt werden.

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